Entsetzen, Fassungslosigkeit, Trauer

Wie lassen sich Worte finden für das Undenkbare, für das Unsagbare?

Was hat es im Vorfeld für Diskussionen in der Stadt gegeben über angeblich überzogene Anforderungen an Sicherheitskonzepte auch für die kleineren Weihnachtsmärkte. Auch ich habe insgeheim gedacht, dass die roten und grünen Barrikaden in der Stadt übertrieben sind, habe mich geärgert über den zugestellten Radweg. Und jetzt zeigt sich, dass es nicht genug war, nicht ausreichend. Aber ist das so? Kann es wirklich 100%ige Sicherheit geben – und was wäre der Preis dafür?

Magdeburg – unsere kuschelige, überschaubare Landeshauptstadt. Das ist nicht Berlin, nicht Paris, nicht New York. Schreckliche Dinge passieren doch immer nur anderswo, anderen. Dieser Gedanke steckt insgeheim in vielen von uns, vielleicht aus Selbstschutz. Die Alternative wäre ein Leben in ständiger Angst und Dauer-Alarmbereitschaft. Die vermeintliche Sicherheit hat sich nun als Illusion erwiesen. Es ist passiert, hier in meiner neuen Wahlheimat.

Der Anschlag hat uns mitten ins Herz getroffen. Wenn ich an die Familie des getöteten Neunjährigen denke, schnürt es mir die Kehle zu und mir steigen die Tränen in die Augen. Das ganze schreckliche Ausmaß – bisher 5 Tote und 200 Verletzte – kann ich noch gar nicht richtig fassen.

Ich war in den letzten Tagen so oft auf diesem und den anderen Weihnachtsmärkten, habe die Lichter, die Gerüche, den Glühwein, die Atmosphäre genossen. Und so geht das ganz vielen hier. Ob ein paar Tage, ein paar Stunden oder Minuten früher oder später – es hätte hier beinah jeden treffen können, und das ist auch etwas so Ungeheuerliches und Unbegreifliches an dem Anschlag: der Zufall, die Willkür.

Der Weihnachtsmarkt – der Tatort – ist an einer so zentralen Stelle in der Stadt, hier kommt man immer dran vorbei, man kann dem nicht ausweichen. Ich bin gestern nach der Gedenkstunde daran vorbeigeradelt, weil ich noch Blumen hinlegen wollte. Ich konnte nicht, ich wollte da nicht sein, ich will das nicht sehen, es fühlte sich komplett falsch an, auch nur in der Nähe zu sein.

Das ist jetzt unsere Wunde, für uns einzelne, aber auch für uns als Stadt, als Gemeinschaft. Wir werden lernen müssen, damit zu leben. Aber wie?

Alle Jahre wieder – alle Jahre anders

Der Advent ist schon halb herum, noch eine Woche bis zu Weihnachtsferien und Urlaub. Wir werden uns ein paar gemütliche Tage machen, eigentlich so wie immer – und doch immer wieder ganz anders.

Weihnachten immer wieder anders und doch im Kern gleich

Meine Zeiten von Weihnachten mit Großfamilie sind vorbei, die drei Großen haben schon lange ihre eigenen kleinen Familien und Traditionen. K5 und ich sind jetzt Kleinfamilie. K4 wird sich nächsten Freitag nach der letzten Vorlesung in den Zug setzen und zu uns kommen: Weihnachten zu dritt. Er hat schon eine Wunschliste rüber gemorst, was er alles gekocht haben möchte und was er selbst zu kochen gedenkt. J., Du weißt aber, dass Du nur ein paar Tage und nicht wochenlang hier bist?

Unser Weihnachtsprogramm steht mehr oder weniger fest: Zusammen kochen und essen, lesen, schlafen und spielen, bei schönem Wetter auch mal raus, aber wir hätten auch kein Problem damit, warm eingemummelt zuhause bleiben. Seit ich erwachsen bin, ist das eigentlich der Kern meines Weihnachtsfest: zusammen ein paar gemütliche Tage verbringen. Das war in Hamburg und in Peking so, aber auch schon in Dänemark, Schweden oder Australien. Weihnachten in der Sonne reizt mich als Wintermuffel ja nach wie vor, mal sehen, was das nächste Jahr bringt.

Weihnachtspläne in diesem Jahr

Heiligabend werde ich – trockenes Wetter vorausgesetzt – vielleicht zur Christvesper in den Dom gehen, ich möchte gerne spüren, wie die Atmosphäre dann dort ist. Die Tradition „Kartoffelsalat und Würstchen“ gibt es bei uns nicht mehr: der eine mag keine Würstchen, der andere keinen Kartoffelsalat, und bevor ich 35 Alternativen auftische, gibt es halt etwas anderes: Wir stellen den Shabushabu-Grill auf den Tisch, chinesische HotPot-Suppenbasis habe ich schon, dazu lauter kleine Schweinereien, da finden alle etwas, das sie mögen und es lässt sich auch fix und gut vorbereiten. Am 1. Feiertag gibt es dann aber doch ganz traditionell Gänsebraten, Rotkohl, Klöße. Am zweiten Feiertag gibt es Reste, denn danach geht es zum „Familientreffen“ nach Hamburg – zum 38C3. K4 hat die Bude voll, K5 und ich haben uns bei meiner Freundin einquartiert, mit der wir dann auch Silvester feiern werden. Im Neuen Jahr reisen wir dann weiter nach Altötting zu meiner Mutter, da freuen wir uns auch schon drauf.

Damit wir etwas von unserem Weihnachtsbaum haben, werden wie ihn heute am 3. Advent schon aufstellen und schmücken, da freu ich mich schon drauf. Überhaupt kann ich dieses Jahr die Weihnachtszeit wieder richtig genießen. Letztes Jahr war nicht nur das erste Mal Weihnachtszeit zurück in Deutschland, sondern ich war auch nach meinem Unfall gehandicapped. Dieses Jahr ist alles viel besser und ich genieße es sehr.

Weihnachtsmärkte und Lichterwelt

Magdeburg hat richtig was zu bieten zur Weihnachtszeit: nicht nur die Lichterwelt, die wirklich schön und sehenswert ist, nicht nur den großen Weihnachtsmarkt vor dem Rathaus auf dem Alten Markt, sondern auch viele weitere kleinere, aber atmosphärisch dichte Weihnachtsmärkte in den Stadtteilen.

(Blog-)Weihnachtsfeiern

Dazu kommen etliche Weihnachtsfeiern in unterschiedlichen Runden – ich mag das, auch wenn der Kalender dadurch recht voll ist.

Auch in der Blogosphäre gibt es Weihnachtsfeiern, zum Beispiel vom Bloghexen-Forum.

Bei den teilnehmenden Blogs finden sich heute am 3. Advent spannende, kreative, nachdenkliche und festliche Beiträge rund um die Weihnachtszeit. Was dich erwartet, das ist die Vielseitigkeit, die die Blogsphäre zu bieten hat.

Mit dabei sind dieses Jahr bei unserer ersten gemeinsamen Bloghexen-Weihnachtsfeier:

Du bist herzlich eingeladen, diese vielen verschiedenen Blogs zu besuchen und ein wenig mit uns mitzufeiern.

 

Rückspiegel (5)

Die letzte Zeit im Rückspiegel: Alltagsbeobachtungen, Anekdoten, Gedanken, die in wenigen Zeilen erzählt sind oder mit einem Bild (oder vielen) ausgedrückt werden können. 

Skandal, schon wieder viel zu viel Zeit seit dem letzten Eintrag vergangen – und das liegt nicht daran, dass mich nichts beschäftigt oder nichts passiert…

Besuch aus Finnland

Meine finnische Freundin hat mich mal wieder besucht und so konnte ich das tun, was ich schon immer gerne gemacht hab: mit der Kamera in der Hand als Guide unterwegs sein. Zum ersten Mal habe ich eine Führung durchs Hundertwasserhaus mitgemacht, und diesen Blick genießen können:

Gegensätze

In Peking mochte ich das Thema „Gegensätze“ für Fotowalks. Tschakka, das geht auch in Magdeburg!

Zhihua-Tempel und Galaxy Soho

 

Gebäude der Nord-LB und Grüne Zitadelle aka Hundertwasserhaus

Lumagica

Abends sind wir dann noch in den Elbauenpark gefahren, um uns wie im letzten Jahr die Lumagica anzusehen. Kalt war’s – besser gefallen hatte es uns im Vorjahr auch. Und wenn man weiß, dass vier Wochen später die Lichterwelt eröffnet wird, hätten wir uns das eigentlich schenken können. Und trotzdem: Lichtinstallationen haben schon etwas!

Red Hot Chili Pipers

Ja, richtig gelesen, pipers not peppers. Letztere würde ich auch gern mal live sehen. Aber man nimmt, was man kriegt. Die Pipers haben alles gegeben, eine wirklich mitreißende Show – aber das Publikum war reserviert und hat sich kaum mitreißen lassen, allein am hohen Altersdurchschnitt kann das nicht gelegen haben. Nur zu zwei Dritteln voll war auch nicht hilfreich für gute Stimmung. Aber ich stand in der ersten Reihe, hab mich mitreißen lassen und Spaß gehabt. Sehr nett auch noch ein kurzes Gespräch mit einem der Pipers, der mich angesprochen hat, als ich mit Fahrradhelm und Mantel aus der Garderobe kam, das hat das ganze für mich noch richtig rund gemacht.

Weihnachtsmarkt

Am kommenden Wochenende findet in Peking der große deutsche Charity-Weihnachtsbasar statt, da könnte ich schon ein bisschen wehmütig werden. Aber: Montag war die offizielle Eröffnung des Magdeburger Weihnachtsmarktes – und ich habe mich schockverliebt. Die Hütten vor der Kulisse des Rathauses, die Johanniskirche im Hintergrund – das hat einfach was.

Letztes Jahr ist der mehr oder weniger an mir vorbeigerauscht, erst mein Fahrradunfall und dann noch zu viele Baustellen und den Kopf nicht frei. Ich habe jedenfalls vor, sehr viele Fotos zu machen.

Ich mag Fotos von oben, was also lag näher, das Riesenrad zu nehmen? Ich mag Riesenradfahren eigentlich nicht, mein Magen findet das deutlich weniger prickelnd als Achterbahnen. Aber für ein cooles Foto?

Leider wurden zwei von der Pubertät geschüttelte männliche Wesen mit in meine Gondel gesetzt, denen nach 10 Sekunden langweilig wurde, sich noch 20 Sekunden damit begnügten, die Gondel erst langsam zu drehen, dass ich fix auf den Weihnachtsmarkt runterknipsen konnte – aber dann anfingen die Gondel immer schneller zu drehen und auch noch zu hopsen. Örks, das war knapp vor Hauptsicherung raus bei mir. Nun muss ich mich also noch mal überwinden. Warum sich das lohnen könnte, sieht man glaube ich schon bei dieser nicht idealen Position.

Bis zum nächsten Beitrag wird’s wohl nicht wieder so lange dauern, hab mir für Sonntag ein bisschen Zeit dafür geblockt. 😉

 

Hamburch

Vergangenes Wochenende war ich zu Besuch in Hamburg und hatte endlich mal ein bisschen Zeit, mich an einem meiner Lieblingsorte auf dem Globus aufzuhalten: an den Landungsbrücken. Lustiger Zufall: meine Spotify-Playlist ist gerade bei Hamburch, meine Perle und Landungsbrücken raus

Oha, hier hat sich auch ein bisschen was verändert, schnieke! Aber der Blick, der Geruch (diese unverwechselbare Mischung aus Fischbrötchen und Currywurst, Pommes, Holsten, Brackwasser), das Gefühl, das Fernweh – das ist gleich geblieben. Für einen gewöhnlichen Sonnabendvormittag waren es für mein Empfinden ungewöhnlich viele Menschen, wobei strahlender Sonnenschein und ein Rest sommerlicher Wärme natürlich viele Menschen nach draußen gezogen haben.

Langsam schlendere ich in Richtung Baumwall. Achja, die Rickmer Rickmers. Wie oft habe ich hier meinen Besuch hingeführt – jetzt bin ich selbst Besucherin.

Keine Zeit heute, um mit der 62 nach Finkenwerder rüber zusetzen und die Familie südlich der Elbe heimzusuchen.

Und auch für die Elphi fehlt wieder mal die Zeit. Ich war tatsächlich noch nie auf der Plaza, geschweige denn drinnen…

Also, wer auch immer sich in Hamburg mit mir verabreden möchte, Landungsbrücken bevorzugt, bei schlechtem Wetter halt Portugiese oder Hardrock-Café. 🙂

Aber ich muss weiter, ich bin im Yu Garden verabredet. Was mir erst später auffällt: ziemlich exakt 10 Jahre, nachdem ich dort am Konfuzius-Institut mit dem Chinesischlernen begonnen habe.

Damals war ich allerdings noch nicht im originalen Yu Garden in Shanghai. Heute weiß ich, dass es dort wirklich ganz ähnlich aussieht – ja, das lässt sich hier nicht nur bei so traumhaftem Wetter gut aushalten. Nur das Essen im Hamburger Yu Garden ist sehr eingedeutscht. 宫保鸡丁ohne Erdnüsse und nicht mal minimal scharf – pffff. Immerhin, es gibt Tsingtao (was ich den craft beers ausnahmsweise mal vorziehe).

Rückspiegel (4)

Eigentlich ist mein „Rückspiegel“ für Texte gedacht, die für eigene Beiträge zu kurz sind – diesmal etwas anders. Ich bin aus unterschiedlichen Gründen ewig nicht zum Bloggen gekommen, deshalb heute der Rückspiegel als Zusammenfassung auch von Dingen, die normalerweise mindestens ein-zwei Blogpostings bekommen hätten, um hier wieder halbwegs auf dem Laufenden zu sein.

SSL-Zertifikat weg

Der einen oder dem anderen ist es aufgefallen: linteresse.de war über Nacht nicht mehr wie gewohnt erreichbar, kein https mehr. Bei meinem Hoster hatte sich das SSL-Zertifikat von Let’s Encrypt in Luft aufgelöst und es hat schier ewig gedauert, bis es wieder da war. Ausgerechnet diese Seite hat es getroffen und nicht meine Testseite, die im Urlaub entbehrlich gewesen wäre. Bis dato wurde jedes Problem über Nacht gelöst, ich hab mir nicht groß Gedanken gemacht – aber wider Erwarten hat es sich gezogen. Ich war so verärgert, dass ich nach einem alternativen Hoster geschaut habe, der Preisunterschied für ein vergleichbares Paket wäre aber ziemlich hoch gewesen. Und dann auch noch der Aufwand, zehn Webprojekte umzuziehen. Äh, nein. Jetzt funktioniert wieder alles, mal sehen, ob es außer der netten Entschuldigung auch noch einen Nachlass auf die nächste Rechnung gibt – mal schauen.

Urlaub

Zwei Wochen lang habe ich mich in Altötting bei meiner Mutter einquartiert und das südöstliche Bayern und ein bisschen Österreich unsicher gemacht. Schwimmen im Chiemsee, Burgen und entzückende kleine Städtchen angesehen, den ganzen Tag im Biergarten gesessen und gelesen, das volle Salzburg-Touri-Programm inklusive Festungskonzert, eine Freundin in Landshut besucht, eine Freundin in Andechs getroffen… Schön war’s, werde ich wieder machen.

Lichterprozession – Weil meine Mutter nicht dabei sein konnte, bin ich für sie hingegangen und hab ihr Bilder und Videos geschickt. Und nein, rechts unten in der Ecke sind keine Hobbits.

 

Burg Tittmoning. Der Ort wirbt mit „Bei uns parken Sie kostenfrei“ für sich.

Hach ja. Schön war’s. Mit Sonnensprayflecken auf dem Objektiv.

Salzburg <3

CSD in Magdeburg

L(i)eben und l(i)eben lassen. Tolerant, bunt, vielfältig. Ich bin mit der Kamera sicher das 1,5fache der Demostrecke gelaufen, hab ein bisschen viel Sonne auf den Kopp bekommen… Meine Kamera hat bewiesen, dass sie wirklich spritzwassergeschützt ist (und das Objektiv auch!), als ich mich mit brühwarmen Wasser etwas abkühlen wollte – ups.

Landtag bunt und quer!

Autschn

Eigentlich wollte ich am Spätnachmittag noch mal zurück zum Alten Markt, uneigentlich bin ich unsanft vom Rad gestiegen, als plötzlich ein alter Mann vor mir auf der Straße stand. Außer meinem Schimpfwortschatz hat er nichts abbekommen, aber mein eh angeschlagener Knöchel (zickende Achillessehne, Erinnerungen an einen Reitunfall als Teenie) hat den Rest des Tages den Dienst verweigert und ich hab‘ gegen die Schmerzen angekämpft und gegen die Angst, dass Physio und Phonophorese der letzten Wochen für den Poppes waren. Aber nee, nach 1,5 Tagen konsequenter Schonung war’s wieder auf dem alten Stand. Das wird jetzt.

 

 

Königin der Nacht

Eigentlich hatte ich für gestern Abend geplant, wieder bei der Critical Mass mitzuradeln. Aber dann hab ich nachmittags den Sondernewsletter der Gruson-Gewächshäuser gesehen: Die Königin der Nacht (Selenicereus grandiflorus) wird blühen! Ich habe zwar gerade etwa eine Million Newsletter abbestellt – Zeit fehlt, Interessen und Location haben sich verschoben, … -, aber den hatte ich neulich nach einer Zeitungsmeldung neu abonniert. Zum Glück! 🙂

Audienz bei der Königin

So bin ich also kurz vor 19 Uhr am Treffpunkt der Critical Mass nur vorbeigeradelt und weiter zu meiner Audienz bei der Königin. Ich bin eigentlich kein Pflanzennerd, auch wenn ich es gern grün und bunt habe, aber ich gucke schon nach besonderen Fotospots und Motiven, die nicht unbedingt alltäglich sind. Und solche Gelegenheiten bieten ja nicht nur das Motiv an sich, sondern auch die Menschen dort. Spoiler: Ganz vergessen, dass ich hier in Deutschland nicht so hemmungslos Menschen ablichten darf, da musste ich mich aufs Beobachten beschränken. Eventuell sollte ich doch anfangen, immer passende Formulare dabeizuhaben.

Die Königin der Nacht

Die Königin der Nacht (Selenicereus grandiflorus) ist ein Kakteengewächs. Besonders ist, dass ihre Blüten immer nur für eine Nacht blühen: gegen Abend beginnen die Blüten sich zu öffnen, nach 2-3 Stunden sind sie vollständig geöffnet, am frühen Morgen ist die Pracht vorbei. Die Blüten sind außen karamellfarben, innen weiß mit gelbem Stempel und haben einen Durchmesser von etwa 30 Zentimetern. Die Königin der Nacht blüht nicht nur in einer einzigen Nacht des Jahres, sondern die Blüten können sich unterschiedlichen Tagen öffnen – aber jede einzelne Blüte blüht nur ein paar Stunden.

Sympathischer Empfang – und es geht los

Freundliche Begrüßung beim Ticketkauf, viel war noch nicht los. Ganz im Gegenteil, es war ziemlich leer. Ich frage die Kassiererin nach dem Weg – und schaffe es dennoch, in die falsche Richtung zu gehen. Aber eine andere Besucherin nimmt mich unter ihre Fittiche und führt mich ohne weitere Umwege zum Ort des Geschehens.

Noch sind die Blüten (fast) geschlossen.

Aber es tut sich was. Manchmal sieht man eine leichte Bewegung an den Blüten, manchmal ist es aber auch nur ein leiser Lufthauch. Und so öffnen sich die Blüten langsam immer weiter.

Weitere Attraktionen

Die Mitarbeiter der Gruson-Gewächshäuser sind sehr aufmerksam, begrüßen jeden Neuankömmling und bieten individuelle kleine Rundgänge an, denn an diesem Abend gibt es noch eine zweite Besonderheit: auch die Riesenseerose Victoria cruziana blüht in dieser Nacht. Die Besucherin, die zu Beginn so hilfsbereit war, und ich lassen uns das gerne zeigen.

Beim Anblick des Lotus durchzuckt mich kurz Heimweh nach Peking, ich denke an den Lotus am Houhai. Und dann bin ich aber einfach nur dankbar dafür, dass ich das erleben konnte und bin wieder ganz in dem Moment.

Der Mitarbeiter macht uns auch auf die ulkigen Blüten der Pfeifenwinde aufmerksam und sagt, dass in einer Sackgasse noch eine andere Art davon ist. Die schau ich mir natürlich auch an.

Als ich wieder umdrehe, ist der Mitarbeiter weg, aber die andere Besucherin ist noch da. Sie kennt sich aus und führt mich weiter ein bisschen herum – herzlichen Dank dafür. Jedenfalls mache ich dabei auch die Bekanntschaft von Carlo Chamäleon, der mir sonst entgangen wäre.

Nun wird es aber Zeit, zum eigentlichen Star des Abends zurückzukehren. Und tatsächlich haben sich die königlichen Blüten weiter geöffnet.

Es sind zwei Pflanzen: links eine ältere, große, die an der Wand entlang nach oben rankt, rechts in einer Ampel ein Ableger der großen Pflanze.

Es war ein langer Tag für mich, die Blüten sind nun komplett geöffnet, die Gruson-Gewächshäuser werden in einer guten Stunde schließen, das heißt, dem Verblühen könnte ich eh nicht zusehen.  Hier ist eine Blüte, die in der Nacht zuvor geblüht hat:

Gereizt hätte mich der langsam dunkler werdende Himmel und das sich verändernde Licht. Aber ich bin echt platt, so bedanke ich mich bei den Mitarbeitern und der Kassiererin, verabschiede mich und radel in der Dämmerung nach Hause.

Leben ist, was wir draus machen

Zuhause werfe ich einen ersten Blick auf die Fotos, entscheide mich praktisch sofort für ein Lieblingsbild und lasse den Abend gedanklich Revue passieren.

Ich hab mich zwischendrin gefühlt wie in Peking, wenn ich da unterwegs gewesen bin. Natürlich fehlt mir Peking, es ist einfach eine phantastische Stadt. Aber ich merke auch, dass es gar nicht unbedingt „Peking-Feeling“ ist, das mir fehlt, sondern das Unterwegssein, das Finden von skurrilen und besonderen Orten und Gelegenheiten und diese mit viel Zeit und in aller Ruhe aufmerksam zu entdecken und zu beobachten, nicht nur, aber gerade auch mit der Kamera. Ich muss das wirklich häufiger machen, das tut mir gut. Tipps und Hinweise? Immer gern!

Fotos. Viele Fotos.

Rückspiegel (3)

Die letzte Zeit im Rückspiegel: Alltagsbeobachtungen, Anekdoten, Gedanken, die in wenigen Zeilen erzählt sind oder mit einem Bild (oder vielen) ausgedrückt werden können. Dieses Mal: Blutspende, Hamburg-Besuch und diese EM.

Blutspende

Die Zeit rennt, meine Schonfrist war schon wieder rum: Blutspende stand an.
Diesmal zog sich die Müdigkeit nur über einen Tag, nicht über zwei wie sonst, war dafür aber echt extrem. Ich muss wohl doch zusehen, dass ich künftig Freitagnachmittagstermine nehme, mitten in der Woche ist das ungünstig.

Müdigkeit ist übrigens nicht schlimm. Aber Blutspenden ist wichtig, gerade jetzt im Sommer, wo Blutkonserven oft Mangelware werden. Das Schwierigste ist die Überwindung beim ersten Mal, aber es tut nicht weh und ist ratzfatz erledigt, Zeitaufwand für mich inklusive (!) Hin- und Rückweg: gerade mal eine Stunde. Das kannst Du auch!

Hier sind die nächsten Blutspendetermine in Magdeburg. Und hier finden sich allgemeine Infos (und Termine an anderen Orten).

Landungsbrücken raus

Wollt ich leben und sterben wie ein Toastbrot im Regen?Wie ein betrunkener Hund im Zorn ohne Grund?Die Erinnerungssplitter liegen herum, ich tret rein
Und verblutend am Elbstrand die Getränke sind alleNoch ein letztes Mal winken auf dem Weg aus der LeichenhalleImmer zu viel oder zu wenig in mir
(Kettcar, Landungsbrücken raus)

Das sind nicht die Landungsbrücken, aber immerhin Elbbrücken nahe Hafencity, wenn man mit der Bahn nach Osten aus Hamburg rausfährt.

Am Wochenende war ich in Hamburg, Freundin besucht. Das ist immer schön und tut mir unheimlich gut, besonders, weil wir uns in meinen Peking-Jahren viel zu selten gesehen haben.

Aber ich merke in Hamburg auch immer wieder, wie richtig meine Entscheidung war, nicht dorthin zurückzukehren. Da ist zu viel Vergangenheit und Erinnerung. Zwar viel Schönes und Gutes, aber ein Zuviel von Schmerz und Bitterkeit, Enttäuschung und Frust, Zorn und Verzweiflung. Will ich nicht. Ich will nicht zurück gucken, das Leben ist kurz und will vorwärts gelebt werden.

Und trotzdem, die Landungsbrücken sind und bleiben einer meine Lieblingsorte auf der ganzen Welt.
Oh, und in diesem Zusammenhang auch bemerkenswert: Nur wenige Minuten Bahn-Verspätung, keine weiteren Probleme, und das sowohl bei Hin- als auch bei der Rückfahrt – warum ist das nicht immer so?

 

Diese EM

Diese EM, diese EM… *sing* Das macht Laune, nicht nur der Song von Lovely & Monty. Die nach Links oder Rechts hüpfenden Niederländer (und das passende Meme mit der Trulla, die eine Partei nach sich benannt hat) sind bislang mein Favorit unter den schönsten EM-Momenten. Zu einem Public Viewing hab ich’s bisher noch nicht geschafft, ich hoffe, spätestens am Wochenende.
Ja natürlich könnte man (zu Recht) vieles kritisieren, aber soviel Spaß und Lebensfreude – wie kann man das nicht mögen?

Stadtradeln

Heute endet das diesjährige Stadtradeln in Magdeburg. Für mich war es das erste Mal überhaupt, aber da ich sowieso fast alle Alltagswege mit dem Rad zurücklege, war das keine Frage, da mitzumachen.

Wozu Stadtradeln?

Beim Stadtradeln geht es darum, möglichst viele Wege mit dem Rad zurückzulegen. Wenn Menschen statt des Autos das Rad benutzen und vielleicht auch dabei bleiben: super. Die per App erfassten Strecken werden anonymisiert von der TU Dresden ausgewertet und die Ergebnisse den Kommunen zur Verfügung gestellt. Stadtradeln schafft Gesprächsanlässe und einen Anreiz, aufs Rad umzusteigen.

Ein kleines bisschen Ehrgeiz

Ich bin ein Spielkind, ich mag Wettbewerb, und als ich mich dann ziemlich zu Anfang schon an die Spitze des Teams gesetzt hab (es waren halt zwei Tage, wo ich viel hin und her durch die ganze Stadt fahren musste, da hat sich das von selbst ergeben), war mein Ehrgeiz geweckt: nun wollte ich auch vorne bleiben. Nach der Arbeit bin ich kleine Umwege gefahren oder habe mich abends noch mal aufs Rad gesetzt.

Da man nicht nur direkt mit der App tracken kann, sondern auch händisches Nachtragen möglich ist, hatte mich plötzlich jemand überholt – Skandal. Quatsch, eigentlich ist das ja genau Sinn der Sache, dass viele Kilometer zusammenkommen. Jedenfalls bin ich dann abends halt noch ein bisschen länger unterwegs gewesen, bis ich wieder vorne war. Und auch am Wochenende ging es aufs Rad.

Kilometer machen

An einem Abend hat mich der Junior begleitet, der für seine Schule geradelt ist, die mit Abstand das größte Team stellt. Wir Eltern haben eine unglaublich sympathische, enthusiastische Mail bekommen, mit der Einladung uns zu beteiligen, aber ich war ja schon in meinem SPD-Team. Ein paar sehr nette und lustige Teamrunden (ich habe dabei ungefähr ein Kilo Insekten eingeatmet und verschluckt, man bedauere mich!) sind auch zustande gekommen, wobei wir das in der vorigen Woche Wahlkampf-bedingt nicht geschafft haben.

Heute wollte ich nach der Landesfrauenkonferenz eigentlich noch Radfahren bis zum Umfallen, aber ich bin mal wieder in den Regen gekommen und hab dann nur einen kleineren Umweg genommen, um wenigstens insgesamt 400 km zu schaffen. Und die letzten Wochen stecken mir noch in den Knochen, da war es dann auch okay, das Rad in den Keller zu schleppen und dort zu lassen.

Mein persönliches Fazit

Eines habe ich über mich gelernt: Mir tut das draußen unterwegs sein unglaublich gut. Naja, das ist eigentlich weder Überraschung noch neu, das war ja in Peking schon so, auch wenn ich da mit dem Scooter und zu Fuß unterwegs war. Ich habe es mit Vollzeitjob ein wenig aus den Augen verloren, habe jetzt aber gemerkt, dass eine abendliche Radrunde genauso erholsam ist wie zuhause Rumzulümmeln und zu lesen. Das werde ich auf jeden Fall beibehalten, vor allem kann ich das ja auch gut mit meinem Foto-Hobby verknüpfen.

Als Zweites: ich habe in diesen drei Wochen viel mehr von Magdeburg und dem Umland gesehen als zuvor. Auch da bleibe ich auf jeden Fall dran. Ich hab auch „mein Haus“ direkt an der Elbe in Schönebeck entdeckt (steht aktuell zum Verkauf), leider fehlt gerade das nötige Kleingeld.

Dritte Schlussfolgerung: Ich brauche ein geländegängiges Rad, mit meinem Citybike stoße ich an Grenzen. Das wäre ja schon durch den Zustand vieler Magdeburger Radwege gerechtfertigt, aber Feierabend- und Wochenendtouren, die mich aus der Stadt rausführen, ließen sich damit angenehmer radeln. Und: Rad muss mit in den Urlaub (da wird’s mehr als nur ein bisschen hügelig sein). Ich mach mich mal auf die Suche.

Und schließlich: Stadtradeln macht Spaß. Ich freue mich schon aufs nächste Mal!

Rückspiegel (2)

Die Qual nach der Wahl

Ein Wahlergebnis zum Heulen. Sowohl für den Stadtrat, wo die potentiell progressive Mehrheit futsch ist und die Nazis zweitstärkste Partei geworden sind – mit genauso viel Sitzen wie die CDU. Die Europa-Ergebnisse ebenso niederschmetternd. Aber es sind ja nicht nur die vielen Sitze, die an die Nazis gegangen sind – das Schlimme ist, dass selbst nach den Skandalen der letzten Zeit, nach der Einstufung als gesichert rechtsextrem dennoch ein Drittel der Wählenden braun wählt. Das ist kein Protest, kein Versehen, kein Ausrutscher – die wissen, was sie tun. Man schämt sich nicht mehr, braun zu wählen. Und das ist das, was uns noch mehr Angst machen sollte, als die faulen, unfähigen Braunen im Stadtrat.

Kleiner persönlicher Lichtblick

Ich war ja noch nicht lange hier, da bin ich gefragt worden, ob ich zur Soli-Kandidatur bereit wäre. Ja, sicher. Von mir hing kein Plakat, nur ein paar Flyer wurden verteilt, Präsenz an Infoständen (wenn zum Großteil auch außerhalb meines Wahlbezirks) – und dafür habe ich 881 Stimmen bekommen. Auf dem Stimmzettel: Name, Beruf, Geburtsjahr – okay, und die einzige SPD-Frau in diesem Wahlbereich. Dafür, dass ich gerade nur etwas über ein Jahr hier bin, ein ordentliches Ergebnis, das mich überrascht hat, ich hatte auf rund 100 Stimmen gehofft, um mich nicht komplett zu blamieren. Danke für das Vertrauen!

Wahlkampfhigh- und lowlights

Vier Dinge werden mir besonders im Gedächtnis bleiben:

  1. Die Situation, in der ich befürchtet habe, dass mein Stadtverbandsvorsitzender am Infostand gleich eine reingehauen kriegt und der Aggressor erst abgehauen ist, als ich meine Kamera gezückt hab und gesagt hab „ich brauch noch mal ein Foto“ – da hab ich ganz schön Schiss gehabt.
  2. Überraschend viele gute Gespräche und positive Reaktionen „ich wähl euch“/“hab euch schon gewählt“/“Viel Glück!“ …. Das war in der Summe mehr als das primitive Gepöbel, das tat gut. Danke dafür!
  3. Konspiratives Banneraufhängen… Psst. 😀
  4. Das (sehr kurze) Wiedersehen mit jemanden, der mir mal wichtig war, und der Karriere gemacht hat: „Was machst Du denn hier?“ 🙂

Stadtradeln

In der letzten Woche war so viel Wahlkampf, dass (fast) keine Zeit für extra Runden geblieben ist, von daher habe ich in der zweiten Stadtradelwoche deutlich weniger Kilometer gesammelt. Nur eine kurze, aber sehr schöne Tour an einem lauen Sommerabend war drin. Gestern habe ich noch Schlaf von der langen Wahlnacht nachholen müssen, heute auf dem Rückweg von der Arbeit bin ich mal wieder in einen Regenschauer gekommen. Morgen! Eine Mittagsrunde im Team ist geplant, wenn’s nach der Arbeit noch annehmbare Temperaturen hat und trocken ist, könnte ich auch noch eine längere Runde drehen.

Mehr Musik!

So viele Konzerte, die mich interessiert haben, gab es vor Corona in Peking nicht. Für Slash, Myles Kennedy & The Conspirators und für Snow Patrol habe ich eine Karte ergattern können – mehr war nicht. Umso eindrücklicher sind beide Konzerte im Gedächtnis geblieben. Und ich wunder mich über mich selbst, dass ich das hier noch nicht wirklich angegangen bin – bis jetzt. Letzte Woche bin ich darüber gestolpert, dass die Red Hot Chili Pipers im November nach Magdeburg kommen. Weil ich diesen Song sehr mag, hab ich nicht lang gefackelt, und mir ein Ticket gesichert. Tom Walker kommt allerdings nicht mit. 😉

Als ich dann mitbekommen hab, dass Snow Patrol im Februar nach Berlin kommt, habe ich direkt zugeschlagen. Das wird sicher spannend allein wegen der Unterschiede Tempodrom in Berlin und Unplugged im Tango in Beijing.

Allein, allein…

Es ist nur schade, dass es niemanden gibt, mit dem ich das teilen könnte, aber so ist es nun mal. Die Lebensphasen, in denen man leichter Freund*innen findet, liegen ja schon ein Weilchen zurück bei mir, und zurück zur Schule und Uni will ich in Wahrheit auch nicht. Nur, hier hat keiner auf mich gewartet, die Leute haben ihr langjährig gewachsene soziales Umfeld. Ich hasse es, so „bedürftig“ zu sein, finde es seltsam, wie sehr ich mich über jede freundliche Geste freue –  und ich bin gleichzeitig so dankbar dafür.

Mein zweites Jahr in Magdeburg hat begonnen, wird Zeit, dass es auch auf der Beziehungsebene aufwärtsgeht. Vom Tindern hab ich allerdings nach 30 Minuten schon ein Schleudertrauma vom Kopfschütteln gehabt und direkt wieder deinstalliert – da klingt allein und einsam auf einmal doch ganz verlockend… 😉

Bild der Woche

Ja, ich weiß, habe ich vernachlässigt – ich gelobe Besserung. Fotografiert habe ich auch, nur zum auswählen und sonntäglichen hochladen bin ich nicht gekommen, werde ich nachtragen. Sollte ab jetzt wieder pünktlich sonntags online gehen können.

 

Kleine Radtour

Gestern habe ich es zum fünften oder sechsten Mal in kurzer Zeit geschafft, mich bis auf die Haut nassregnen zu lassen und gedacht, dass ich heute keinen Schritt vor die Tür mache. Doch heute war hier kein Starkregen mehr, aber es war ziemlich bewölkt und trüb, war nicht gut für die Laune. Nachmittags sollte es trockenbleiben, das habe ich dann ausgenutzt.

Schon wieder Schönebeck

Kevin Kühnert auf einem FahrradKomoot hatte mir eine Tour nach Schönebeck und zurück vorgeschlagen: hin auf der westlichen, zurück auf der östlichen Elbseite. An der Elbe bin ich immer gerne, also nichts wie los.

Die Hintour habe ich an Himmelfahrt schon mal mit der Magdeburger SPD gemacht  (und zurück den gleichen Weg mit Kevin Kühnert), da hab ich schon gedacht, dass ich das mal solo wiederholen müsste.

Anders als an Himmelfahrt und bei dem heute nicht so wirklich tollem Wetter hatte ich überwiegend freie Bahn – allein im Grünen, das hatte was.

Kurz vor Schönebeck wurde es immer trüber – und ich war mit „leichtem Gepäck“ unterwegs, ohne Regencape oder Jacke. Aber Glück gehabt, nass geworden bin ich nur von unten: ich habe eine tiefe Pfütze auf einem Feldweg zu spät gesehen und konnte nicht ausweichen.

Lost Place: Ruinen hinter einem Zaun, hohes Gras. Schwarz-weiß-Foto

Die Lost Places haben mich schon gelockt, aber alleine ist mir das zu unsicher.

Komoot hat mich auf eine Schleife durch Schönebeck geschickt. Mittlerweile war es so düster, dass ich überlegt habe, mir erst ein Café und dann die Regionalbahn zu suchen. Aber nö, ich war jetzt neugierig auf den Rückweg auf der anderen Seite. Also über die Elbbrücke auf die andere Seite. Die Elbe ist jetzt schon ganz ordentlich voll, mal sehen, wie sich das in den nächsten Tagen entwickelt

Elbe bei Schönebeck mit Blick auf die historischen Fachwerkhäuser.

Östlich der Elbe

Ein großer Teil des Radwegs verlief über den Deich – dass ich das super finde, muss ich nicht erwähnen, oder?

Radweg auf dem Deich

Ach ja, nebenher waren das dann heute 44 km fürs Stadtradeln. 🙂 Das ist auf jeden Fall eine Tour, die ich wieder fahren werde, vielleicht auch mal in umgekehrter Richtung. Bei besserem Wetter muss ich mir dann auch mal ein bisschen Zeit für Schönebeck nehmen, die historischen Fachwerkhäuser direkt am Fluss sehen schon toll aus.

Fotos