1. Digitaler Unabhängigkeitstag
Vor gut einer Woche beim 39C3 in Hamburg ins Leben gerufen, heute ist es soweit: Heute ist der erste Digital Independence Day/Digitaler Unabhängigkeitstag, künftig an jedem ersten Sonntag im Monat. Es geht um unsere digitale Selbstbestimmung und die bewusste Abkehr von Tech-Giganten. Einmal im Monat heißt es: innehalten, hinterfragen und wenn möglich weg von den großen Plattform-Monopolen, hin zu datenschutzfreundlichen, offenen und demokratieverträglichen Alternativen. Weniger Konzern-Abhängigkeit, mehr digitale Souveränität, mehr Kontrolle über die eigenen Daten – und damit ganz konkret ein kleiner, aber wirksamer Beitrag zur Stärkung unserer Demokratie im Netz und zum Aufbau von zivilgesellschaftlichem Druck für eine gemeinwohlorientierte Digitalpolitik.
Das Känguru erklärt das hier in gewohnt unterhaltsamer Weise in 7 Minuten.
Marc Uwe Kling, marcuwekling@digitalcourage.video, auf tube.tchncs.de, 3. Januar 2026, https://tube.tchncs.de/w/g2VxStKL9X38KvJymjFfyG
Mitmachen?
Auf der di.day-Webseite gibt es hier Wechselrezepte, die Du individuell umsetzen kannst. Es gibt Events in einigen Orten, wenn keines in Deiner Nähe ist, kannst Du Dir ein Online-Event aussuchen. Hier ist die Übersicht für heute.
Meine Fotos ziehen um: Von Dropbox zu Nextcloud
Für mich ist der di.day tatsächlich der Anstoß zum Handeln. Zum Start habe ich mir direkt ein etwas dickeres Brett ausgesucht: Ich wechsel von Dropbox zu Nextcloud. Bei Dropbox liegen meine Erinnerungen in der Infrastruktur eines US-Konzerns. Ich habe wenig Einfluss darauf, wo sie genau gespeichert werden, was mit meinen Metadaten passiert und welchen Regeln sie langfristig unterliegen. In meiner Nextcloud liegen sie dort, wo ich es entscheide, dazu datenschutzfreundlich, transparent und auf einer offenen, überprüfbaren Softwarebasis.
Da ich ganz schön viele Fotos habe, wird es noch ein bisschen dauern bis der Umzug komplett erledigt ist, aber der Anfang ist gemacht. Oder in anderen Worten: DIDit DUTgemacht. 🙂


